Kölner Erde

[538] Kölner Erde (Kölnerbraun, kölnische Erde), auch kölnische Umbra, Kesselbraun, Spanischbraun genannt, Humussubstanz, die, um als Farbe dienen zu können, von den fremden Beimengungen (Sand, unzersetztem Holz u.s.w.) befreit und geschlämmt werden muß, wird in Gruben von oft bedeutender Tiefe in der Nähe von Köln gewonnen.

Das Material liegt in einem Braunkohlenlager und ist eine erdige Braunkohle von dunkelbrauner Farbe, trocken, zerbrechlich, im Bruche zart. Beim Zusammenbringen mit glühenden Kohlen entzündet sie sich und verbrennt unter Hinterlassung eines bituminösen Geruches und wenig weißer Asche, wodurch sie sich wesentlich von der cyprischen Umbra unterscheidet.

Andés.

Quelle:
Lueger, Otto: Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, Bd. 5 Stuttgart, Leipzig 1907., S. 538.
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