Zinkblende

[999] Zinkblende (Blende, Sphalerit), Mineral, Schwefelzink ZnS mit 67% Zn und kleinen Mengen von Kupfer, Mangan, Silber, Zinn u.s.w.

Kristallisiert regulär; derb, körnig; gelb, braun, schwarz oder grün; durchsichtig bis undurchsichtig. Strich gelb oder braun; fett- bis diamantglänzend; spaltbar und spröde; Härte 31/2–4; spez. Gew. 3,9–4,2; schwer schmelzbar. Löslich in Salzsäure. Verwittert leicht zu Zinkvitriol. Vielfach mit Bleiglanz, Schwefel- und Kupferkies. Vorkommen am Schneeberg bei Passeir, Bleiberg in Kärnten, Ungarn, Siebenbürgen u.s.w. Zinkblende wird zur Darstellung von Zinkvitriol und Zink verwendet, dient auch als Körperfarbe. Verwandt sind: Christophit (Schwefel-Zink-Eisen) und Feuerblende (Schwefelantimonsilber), beide, weil seiten, technisch unwichtig.

Leppla.

Quelle:
Lueger, Otto: Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, Bd. 8 Stuttgart, Leipzig 1910., S. 999.
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