Amorbach

[448] Amorbach, Stadt im bayr. Regbez. Unterfranken, Bezirksamt Miltenberg, im Odenwald, an der Mudau und der Staatsbahnlinie Aschaffenburg-A., Residenz des Fürsten von Leiningen, hat eine ehemalige Benediktinerabtei, schöne Klosterkirche (jetzt den Protestanten eingeräumt, mit berühmter Orgel), kath. Kirche.[449] Amtsgericht, Holzwaren- und Tuchfabrikation und (1900) 2173 meist kath. Einwohner. Auch besitzt A. eine gegen Rheumatismen wirksame jodhaltige Stahlquelle (Jordansbad). Die vom heil. Pirmin 734 gegründete Benediktinerabtei wurde 1803 säkularisiert und dem Fürsten von Leiningen zugewiesen. Unfern der Stadt liegt Waldleiningen, die Sommerresidenz des Fürsten, und die Ruine Wildenburg. Vgl. Hildenbrand, A. und der östliche Odenwald (Aschaffenb. 1882).

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 1. Leipzig 1905, S. 448-449.
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448 | 449
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