Bartfeld

[402] Bartfeld (ungar. Bártfa), königl. Freistadt mit geordnetem Magistrat im ungar. Komitat Sáros, an der Topla, nahe der galizischen Grenze, mit mittelalterlichen Türmen, Wällen und Bauten, wieder gotischen St.-Egydikirche (aus dem 13. Jahrh., mit berühmtem Flügelaltar), dem Rathaus (Renaissancebau aus dem 15. Jahrh., mit wichtigem Archiv) etc., hat eine evang. Kirche samt Gymnasium, ein Theater, Holzschnitzerei, Leinwandhandel und (1901) 6102 Einw. (meist Slowaken). Das 2 km von der Stadt entfernte Bad B. (310 m ü. M.), von ausgedehnten Fichtenwäldern umgeben, hat alkalisch-muriatische Eisensäuerlinge, die gegen katarrhalische und Frauenleiden wirksam sind. – B., eine der ältesten Städte Ungarns, ließ König Karl Robert 1312 auf den Ruinen einer von Tataren zerstörten Cistercienserabtei neu erbauen. 1590 wurde hier die erste allgemeine Synode der ungarischen Protestanten abgehalten. Vgl. Hintz, Kurort Bad B. (Wien 1895).

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 2. Leipzig 1905, S. 402.
Lizenz:
Faksimiles:
Kategorien:
Ähnliche Einträge in anderen Lexika