Basar

[416] Basar (pers.; franz. u. engl. bazar), in orientalischen Städten der öffentliche Markt, oft mit Bäumen bepflanzt, auch mit Hallen versehen und überdeckt (Besestan), Mittelpunkt aller Handelsgeschäfte, oft des gesamten städtischen Verkehrs. Der B. in Ispahan ist einer der schönsten, der in Tebriz vielleicht der größte. Der B. in Konstantinopel wird von den Türken selbst nicht B., sondern Tscharschü, auch Bedestan oder Besestan genannt. In europäischen Städten (London, Paris, Berlin u. a.) nennt man Basare große Gebäude oder Hallen mit zahlreichen Läden, in denen alle Handelsartikel, vorzüglich Luxuswaren, in größter Auswahl zum Verkauf ausgestellt sind. In neuester Zeit bezeichnet man nach englischem Vorgehen als B. auch den für Wohltätigkeitszwecke veranstalteten Verkauf unentgeltlich beigesteuerter Gegenstände durch Frauen in Form einer Ausstellung.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 2. Leipzig 1905, S. 416.
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