Bochnia

[109] Bochnia, Stadt in Galizien, an der Raba und der Staatsbahnlinie Krakau-Lemberg, ist Sitz einer Bezirkshauptmannschaft und eines Bezirksgerichts, hat ein Denkmal Kasimirs d. Gr., ein Gymnasium, eine Dampfmühle, Handel und (1900) mit der Garnison 10,071 poln. Einwohner (1/4 Juden). In der Nähe befinden sich Gipsbrüche und ein reichhaltiges Steinsalzbergwerk, nächst dem von Wieliczka das bedeutendste in Galizien, das sich bis zu einer Tiefe von 324 m erstreckt und einen Ertrag von jährlich 15,000 Ton. ergibt. Die Stadt wurde 1702 von Karl XII. von Schweden eingenommen.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 3. Leipzig 1905, S. 109.
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