Charente [1]

[883] Charente (spr. scharāngt'), Fluß in westlichen Frankreich, entspringt in einer Höhe von 323 m bei dem Dorf Chéronnac in den Limousinbergen (Depart. Obervienne), wendet sich anfangs nach NW., dann nach SW., zuletzt nach NW., wird bei Montignac schiffbar, von Tonnay-Charente an auch für Seeschiffe zugänglich und mündet nach einem Laufe von 375 km der Insel Oleron gegenüber in den Atlantischen Ozean. Er befruchtet durch Überschwemmungen seine Uferlandschaften und nimmt links die Tardoire, Touvre und Seugne, rechts die Boutonne auf. Der Fluß, bei den Römern Carantonus genannt, gibt den Departements C. und Niedercharente (s.d.) den Namen.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 3. Leipzig 1905, S. 883.
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