Däge

[413] Däge, Eduard, Maler, geb. 10. April 1805 in Berlin, gest. daselbst 6. Juni 1883, erhielt seine Ausbildung auf der Kunstakademie und bei Wach und bereiste später Italien. Durch ein anmutiges Bild: die Erfindung der Malerei, nach Plinius (1832, Berliner Nationalgalerie), machte ersich zuerst bekannt. Später malte er eine Reihe von Altarbildern und nahm auch an der Ausmalung der Kapelle des königlichen Schlosses zu Berlin und der Halle des Museums daselbst teil. Hervorragender als diese Werke sind seine Genrebilder, wie: der wohltätige Mönch, der Mesner von einem Knaben durchs Wasser geleitet (in der Berliner Nationalgalerie), die Einkleidung der Nonne, die Zuflucht zum Altar u. a. Seit 1838 war er als Lehrer an der Antikenklasse der Akademie tätig und führte 1861–75 deren Direktorialgeschäfte.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 4. Leipzig 1906, S. 413.
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