Daumen [2]

[543] Daumen (Däumlinge, Frösche, Kämme, Wellfüße), die auf dem Umfang einer Welle (Daumenwelle) sitzenden Vorsprünge, durch die bei Drehung der Welle in senkrechten Führungen gehende Stangen (z. B. die Pochstempel der Pochwerke) gehoben oder Hebel (z. B. die Stiele von Helmhämmern) um eine Achse gedreht werden, bis sie über den äußersten Punkt der D. hinweggegangen sind und nun unter der Einwirkung der Schwere oder der Kraft einer Feder in ihre ursprüngliche Lage zurückfallen, um alsdann das Spiel zu wiederholen. Daumenscheiben oder unrunde Scheiben finden bei Dampfmaschinen, Gasmotoren etc. Anwendung zur Betätigung der Steuerungsventile (Daumensteuerung).

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 4. Leipzig 1906, S. 543.
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