Defenders

[578] Defenders (engl., spr. difénn-, »Verteidiger«), eine politische Verbindung in Irland, deren Zweck die Erlangung politischer und religiöser Freiheit war, und deren Ursprung auf die Zeit Wilhelms III. zurückgeführt wird. Mit den Häuptern der presbyterianischen Partei verbanden sich nach Wilhelms Sieg über die Irländer am Boynefluß (30. Juni 1690) die Katholiken, um Schutz gegen politische Verfolgung zu suchen. Doch scheint die Verbindung den Namen D. und den bestimmten Zweck, Irland vom englischen Joch zu befreien, erst gegen Ende des 18. Jahrh. angenommen zu haben. Sie hatte den wesentlichsten Anteil an den Aufständen von 1797–98. Nach deren unglücklichem Ausgang löste sie sich auf; aber ihr Geist und ihre Tendenz lebten in den geheimen und öffentlichen politischen Verbindungen der Iren im 19. Jahrh. fort.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 4. Leipzig 1906, S. 578.
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