Denier

[638] Denier (spr. dĕnjē): 1) nach dem römischen Denar benannte franz. Silbermünze, anfänglich ganz sein, seit Philipp I. mit Kupfer versetzt und seit Heinrich III. nur von Kupfer, = 1/12 Son; der Liard oder D. d'or als Rechnungsmünze = 3 D. tournois. An einigen Orten Belgiens ebensolche = 1/12 Brabanter Stüber; der D. de gros = 1/2 Stüber oder 3,645 deutsche Pfennig. Den D. tournois führten die lateinischen Fürsten auch nach dem Orient. – 2) Als Gewicht 1/3 des Gros oder der Drachme = 1274,75 mg, als Silberprobiergewicht 1/12 Mark = 24 Grains. – 3) Bei Seide Feinheitsmaß: die Zahl von Grains, die ein Echeveau wiegt, 22 neue D. = 23 Turiner Denari; bis um 1850 bestimmte man in Lyon den Titre, d. h. die Feinheitsnummer, nach dem Gewichte der Strähne von 475 m in Grains von Montpellier zu 44,9924 mg.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 4. Leipzig 1906, S. 638.
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