Ekel

[583] Ekel (Übelkeit, Übelsein, Nausea), eigentümliches unangenehmes Gefühl, äußert sich in physischer Beziehung vorzugsweise als Widerwille gegen Speisen und Getränke. Der E., der dem Erbrechen vorausgeht, ist ein Muskelgemeingefühl und beruht auf der Wahrnehmung unordentlicher Zusammenziehungen in den Muskeln des Gaumens und Rachens. Solche Muskelzusammenziehungen werden meistens reflektorisch durch widerliche Gerüche oder Geschmacksempfindungen hervorgerufen, oder sie rühren von psychischen Ursachen her, namentlich von Gemütsaffekten. Außerdem verursachen E. viele Krankheiten der Verdauungsorgane, Magen- und Darmkatarrhe, Einklemmungen von Unterleibsbrüchen, Überfüllung des Magens mit Speisen oder Getränken, ferner manche Krankheiten des Gehirns und seiner Häute. Die Phantasie übt bei Erregung von E. einen großen Einfluß aus. Schaukeln und Fahren in einem Wagen ruft bei vielen Personen E. und Übelkeit hervor, und namentlich die Bewegungen des Schiffes erzeugen bei vielen, die zum erstenmal die See befahren, heftigen E., die sogen. nausea (Schiffskrankheit, v. griech. naus, Schiff). Vgl. Brechreiz, Erbrechen, Seekrankheit.

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Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 5. Leipzig 1906, S. 583.
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Krey, Hiltrud

Ekel ist okay

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