Hoppner

[545] Hoppner, John, engl. Maler, geb. 4. April 1758 in Whitechapel als Sohn deutscher Eltern, gest. 23. Jan. 1810 in London, war anfangs Chorsänger in der königlichen Kapelle, besuchte aber seit 1775 die königliche Kunstakademie, um sich der Malerei zu widmen. Nachdem er 1782 für eine Szene aus König Lear die goldene Medaille erhalten, malte er eine Zeitlang Landschaften, wandte sich aber bald der Bildnismalerei zu, in der er rasch, gefördert durch die Gunst des Prinzen von Wales, der ihn 1789 zu seinem Hofmaler ernannte, große Erfolge bei der englischen Aristokratie erzielte. Anfangs schloß er sich an Reynolds an, später wetteiferte er in der glänzenden Färbung und in der wirkungsvollen Anordnung mit Lawrence. Bildnisse von ihm befinden sich in der Nationalgalerie (Gräfin von Oxford), im Wallacemuseum (Prinz von Wales, nachmals Georg IV.) und in der Tategalerie in London, in der Corporation Art Gallery in Glasgow (Lady Willougby de Eresby) und in vielen englischen Privatgalerien.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 9. Leipzig 1907, S. 545.
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