Kupetzky

[826] Kupetzky, Johann, ungar. Maler, geb. 1667 in Bösing (Kreis Preßburg), gest. 1740 in Nürnberg, entfloh in seinem 15. Jahre dem Webstuhl im väterlichen Hause, bildete sich in Wien bei einem Schweizer Maler, Benedikt Klaus, und lebte hierauf in Rom, wo er viele Geschichtsbilder und Bildnisse malte. 1709[826] nach Wien zurückgekehrt, ward er hier bald der Günstling des Kaiserhofs und der gesuchteste Bildnismaler aller durchreisenden Notabilitäten. Anfechtungen wegen seines Glaubens (K. gehörte zur Sekte der Böhmischen Brüder) trieben ihn endlich aus Wien fort. 1726 ließ er sich in Nürnberg nieder. K. war ein Meister in naturgetreuer Auffassung. Sein Vorbild war Rembrandt; doch war sein Kolorit zu schwer und trübe, so daß er nur im äußern Arrangement an jenen erinnert. Sein Selbstbildnis befindet sich in der Dresdener Galerie. Vgl. Nyari, Der Porträtmaler Johann K. (Wien 1889).

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 11. Leipzig 1907, S. 826-827.
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