Lebus [1]

[301] Lebus, ehemals deutsches Bistum im obersächsischen Kreis, lag zu beiden Seiten der Oder innerhalb des heutigen Regierungsbezirks Frankfurt; der Bischof besaß ein kleines Gebiet auf dem linken Oderufer. Das Bistum, gestiftet 1133, stand unter dem Erzbischof von Magdeburg, später dem von Gnesen. Bischofssitz war zunächst L., seit 1385 Fürstenwalde, das der Bischof 1354 erworben hatte. Nach dem Tode des Bischofs Johann VIII. (1555) übernahm Markgraf Joachim Friedrich von Brandenburg das Bistum und zog es, 1598 Kurfürst von Brandenburg geworden, ein. Vgl. Wohlbrück, Geschichte des ehemaligen Bistums L. (Berl. 1829–32, 3 Tle.); Breitenbach, Das Land L. unter den Piasten (Fürstenwalde 1890); Fontane, Wanderungen durch die Mark Brandenburg, Bd. 2.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 12. Leipzig 1908, S. 301.
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