Metallpapier, galvanisches

[679] Metallpapier, galvanisches, von Endruweit erfundenes Fabrikat, das aus einem dünnen Häutchen von Kupfer und Nickel oder von Kupfer mit Gold, Silber, Zink etc. besteht und dargestellt wird, indem man auf einer polierten oder mattierten Metallplatte (Kathode), die mit einer Lösung von Merkaptan oder Schwefelalkali behandelt wurde, elektrolytisch zunächst das Edelmetall, dann Kupfer und auf dieses Zink niederschlägt. Der Metallniederschlag wird mit einer Papierschicht verbunden und dann durch Ablösung seiner Kanten von der Kathode abgenommen. Das M. ist eine getreue Kopie der Kathode, es zeigt eine glänzende oder matte Oberfläche, ist äußerst zäh und fest, läßt sich färben, bedrucken, prägen, salzen, löten, stanzen und dient zur Herstellung von Plakaten, Etiketten, Kartonnagen u., besonders auch zur Anfertigung technischer Fabrikate, z. B. galvanische Metalldynamobürsten, Kupferkohlebürsten und Metallstopfbüchsenpackungen.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 13. Leipzig 1908, S. 679.
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