Paiho

[308] Paiho (Peiho, »weißer Fluß«), Fluß in der chinesischen Provinz Tschili, entspringt etwas nördlich des äußern Astes der Großen Mauer, die er noch zweimal schneidet, fließt südöstlich, dann südlich, wird bet Tungtschou, 20 km von Peking, schiffbar, nimmt bei Tiëntsin den von NW. kommenden Hunho sowie von S. her den Hutoho und den Kaiserkanal auf, zieht wieder nach SO. und mündet, 556 km lang, in den Golf von Tschili. Wasserreich ist der P. nur zur Zeit der Schneeschmelze, im Herbst seicht, von Anfang Dezember bis Ende Februar gewöhnlich zugefroren. Die von ihm jährlich ins Meer getragenen Sinkstoffe werden auf 2,266,000 cbm berechnet. Eine Barre an der Mündung erschwert das Einlaufen in den anfangs 3,5 m, später aber weit weniger tiefen Fluß. Starke Forts bei Taku (s. d.), 7,4 km oberhalb der Mündung, wo der P. 240 m breit ist, sperren den Zugang.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 15. Leipzig 1908, S. 308.
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