Röder [2]

[46] Röder, Karl David August, Rechtsphilosoph, geb. 23. Juni 1806 in Darmstadt, gest. 20. Dez. 1879 in Heidelberg, habilitierte sich 1830 in Gießen, ging dann, als seine Vorlesungen verboten wurden, nach Heidelberg, wo er 1842 außerordentlicher Professor ward. Ein Schüler des Philosophen Krause, dessen »System der Rechtsphilosophie« er später (Leipz. 1874) herausgab, wirkte er für Verbreitung von dessen Lehren und für Reform des Gefängniswesens auf dem Wege der Einzelhaft. 1848 wurde er in das Frankfurter Vorparlament gewählt. Sein Hauptwerk sind die »Grundzüge des Naturrechts oder der Rechtsphilosophie« (Heidelb. 1846; 2. Aufl., Leipz. 1860–63, 2 Abtlgn.; span. von Giner, Madr. 1879). Vgl. B. Gabba, La scuola di Roeder ed il sistema dell' isolamento carcerario (Mail. 1868).

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 17. Leipzig 1909, S. 46.
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