Sieg [2]

[440] Sieg, rechtsseitiger Nebenfluß des Rheins in der preuß. Rheinprovinz, entspringt an der Südostseite des Ederkopfes aus dem Siegbrunnen, fließt in westlicher Richtung, nimmt links die Heller und Nister, rechts die Wisse, Bröl, Wahn und Agger auf, ist 1311 km lang, von Siegburg an für kleinere Fahrzeuge schiffbar und mündet unterhalb Bonn. Das obere und mittlere Siegtal entfaltet mannigfache landschaftliche Schönheiten. Im übrigen ist es ein Hauptgebiet des deutschen Bergbaues, vorzüglich auf Silber- und Kupfererze und Spateisenstein (s. Siegen). Vgl. Horn, Das Siegtal in seinen historischen und sozialen Beziehungen (Bonn 1854); Weyden, Das Siegtal (das. 1865); Vonderpleis, Das Siegtal (Siegburg 1903); Hölscher, Führer (2. Aufl., Köln 1902).

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 18. Leipzig 1909, S. 440.
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