Spinālanästhesīe

[742] Spinālanästhesīe (medulläre Anästhesie), die Einbringung von Arzneilösungen in den Rückenwirbelkanal, um bei Operationen und Entbindungen Unempfindlichkeit der untern Körperhälfte zu erzeugen. Man benutzt schwache Lösungen von Stovain, Novokain, Tropakokain, Scopolamin mit Morphium. Zur Einführung dienen Hohlnadeln wie bei der Spinalpunktion. Die Methode hat die allgemeine Narkose nicht ersetzen können, bietet aber Vorteile, wenn diese wegen Herz- oder Lungenerkrankungen nicht ratsam ist, und bei Entbindungen.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 18. Leipzig 1909, S. 742.
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