Srinagar

[802] Srinagar (Suridschanagar, »Sonnenstadt«), Sommerresidenz des Maharadscha von Kaschmir, unter 54°6' nördl. Br., 1603 m ü. M., 3 km längs beiden Ufern des 80 m breiten Dschelam, über den sieben Brücken führen, in malerischem Talkessel, aber mit ungesundem Klima durch die Nähe von Morästen, hat enge, schmutzige Straßen mit hohen Holzhäusern, eine große Moschee, Palast, Münze, höhere Schule, Hospital, Arsenal und (1901) 122,618 Einw. (94,021 Mohammedaner, 27,873 Hindu, 184 Christen), die besonders berühmte Schals weben. Außerhalb erhebt sich auf 76 m hohem Plateau ein Fork und auf dem 330 m hohen Takht i Soleiman ein schöner Hindutempel; an der Nordostseite der Stadt liegt der Dal (»See«) mit den »schwimmenden Gärten«, besungen von Moore in »Lalla Rookh«, an dessen Ufern die frühern Herrscher prächtige Parke anlegten, die Wunder Kaschmirs.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 18. Leipzig 1909, S. 802.
Lizenz:
Faksimiles:
Kategorien:
Ähnliche Einträge in anderen Lexika