Ausbrechen

[36] Ausbrechen, 1) (Gärtn.), unnütze Schößlinge, wildes Holz eines Baumes wegnehmen; 2) dicht stehende Früchte vor ihrer Reise od. auch die zuerst reif gewordenen abnehmen; 3) (Forstw.), schlecht gewachsenes Holz neben besser gewachsenen jungen Bäumen aushauen; 4) (Weinb.), die schönsten Trauben vor der eigentlichen Weinlese auslesen; vgl. Ausbruch 2); 5) (Weber), einen Faden, der in der Kette an einen falschen Ort gebracht wurde (Abläufer), abreißen u. an den rechten Ort bringen; 6) rauhe Fäden aus der Kette ausreißen u. feinere dafür einknüpfen; 7) A. des Gewirks, so v.w. Zeideln, s.u. Bienen; 8) (Gerb.), so v.w. Ausbragen; 9) (Brauw.), Bier od. Wasser aus der Pfanne od. dem Bottiche in die Rinnen schöpfen; 10) von Pferden u. Schafen, die letzten Sangzähne verlieren; 11) (Jagdw.), von dem Wilde, so v.w. Aufbrechen 1); 12) (Bergb.), auf einem überfahrenen Gange weiter fortarbeiten; 13) (Fuhrw.), aus dem Geleise biegen; 14) ein Geschütz a., es mit der Mündung über die horizontale Lage erheben.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 2. Altenburg 1857, S. 36.
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