Donaten

[243] Donaten (v. lat.), 1) Geschenke an die Klöster; 2) (Donati), Personen, die, ohne od. gegen einfaches Gelübde, sich mit ihrem Vermögen in ein Kloster begeben u. darin allerlei weltliche Dienste verrichten.

Donati, 1) Corso, im 13. Jahrh. Oberhaupt der sogenannten Schwarzen in Florenz; siegte, von Karl v. Valois unterstützt, über die Weißen; übermüthig u. des Strebens nach der Oberherrschaft verdächtig, wurde er in seinem Hause belagert u. gezwungen, sich selbst das Leben zu nehmen. 2) Vitaliano, geb. 1713 in Padua, Professor der Naturgeschichte in Turin; er sammelte auf mehreren Reisen nach Sicilien, Illyrien, Bosnien, Albanien, Syrien u. Ägypten naturhistorische Schätze, litt auf der Überfahrt von Ägypten nach Europa 1763 Schiffbruch u. wurde ermordet; seine Sammlung kam zum Theil in Linnés Besitz, theils an die Akademie in Turin. Er schr.: Saggio della storia naturale dell' adriatico mare, Ven. 1750, Fol. (deutsch Halle 1753).

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 5. Altenburg 1858, S. 243.
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