Fluß [2]

[392] Fluß (in and. Bed), 1) der flüssige Zustand von Natur fester Körper, vorzüglich geschmolzenes Metall, bes. Eisen, welches man auch nach dem Wiedererkalten F. nennt. Daher Flußmittel, ein Mittel, welche das leichtere Schmelzen strengflüssiger Metalle befördern, solche sind: Weißer F., die nach Verpuffung gleicher Theile Weinstein u. Salpeter zurückbleibende weiße Salzmasse; Schwarzer F., das durch gleiches Verfahren von 1 Theil Salpeter u. 2 Theilen Weinstein erhaltene schwarze unreine Kali (die noch unverbrannten Mischungen von Salpeter u. Weinstein heißen Roher F.), ferner Natron, Borax, Flußspath etc.; 2) gefärbte, sowohl undurchsichtige, als durchsichtige, glasartige Spatharten; nach der Ähnlichkeit mit mehreren Edelsteinen, Rubin-, Amethystfluß etc.; 3) die aus Lauge hart gesottene Pottasche; 4) gebrannte Pottasche; 5) so v.w. Flußspath, s.d.; 6) das aus den in die Harzbäume gemachten Wunden fließende Harz; 7) (Her.), s.u. Ehrenstücke A) c); 8) (Med.), so v.w. Rheumatismus.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 6. Altenburg 1858, S. 392.
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