Gotteshausbund

[507] Gotteshausbund (Churbund), Theil des Schweizercantons Graubündten; 601/2 QM., 41,000 Ew.; hat seinen Namen von dem 1425 gestifteten gleichnamigen Bund (s. Graubündten [Gesch.]), grenzt an Tyrol u. St. Gallen u. zerfällt in 11 Hochgerichte. In demselben herrscht das romanische Element vor; er umfaßt einen Theil des deutschen Rheinthals von der Mündung des Hinterrheins an, das Domletschger Thal, das Oberhallsteinthal u. das Engadin, alle romanisch, sowie die zur Adda gehörigen Thäler Bregell u. Poschavio u. das zur Etsch gehörige Münsterthal, in denen das Italienische Hauptsprache ist.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 7. Altenburg 1859, S. 507.
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