Hagedorn [2]

[842] Hagedorn, 1) Friedrich von H., geb. 23. April 1708 in Hamburg; studirte seit 1726 in Jena die Rechte, ging 1729 als Legationssecretär nach London u. wurde 1733 Secretär bei dem English Court in Hamburg, wo er 28. Oct. 1754 starb. Er gehörte keiner poetischen Schule an, folgte französischen u. englischen Vorbildern u. war Schöpfer des leichten Liedes in der Deutschen Literatur, u. zu vielen seiner Lieder sind von den besten Componisten Melodien gesetzt worden; außerdem war er glücklich in der poetischen Erzählung u. Fabel. Die erste Sammlung seiner Gedichte kam 1729 heraus; sämmtliche poetische Werke herausgegeben von Eschenburg, Hamb. 1800, 5 Bde.; ebd. 1825, 5 Bde., mit H-s Biographie u. Auszügen aus seinem Briefwechsel. 2) Christ. Lud. von H., Bruder des Vor., geb. 14. Febr. 1713 in Hamburg; seit 1737 in sächsischen Diensten, wurde 1763 Geheimer Legationsrath u. Generaldirector der Kunstakademie in Dresden u. st. hier 24. Jan. 1780; verdient um das Aufblühen der Akademie; er schr.: Betrachtungen über die Malerei, Lpz. 1762, 2 Bde. (französisch von M. Huber, ebd. 1775, 2 Bde.); Briefe über die Kunst, herausgeg. von Tork; Baden, ebd. 1797.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 7. Altenburg 1859, S. 842.
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