Lecomte

[201] Lecomte, 1) geb. 1798 in Beaumont im Departement Cote d'or, nahm als Unteroffizier der königlichen Garde Theil an den Feldzügen in Spanien u. Morea, trat dann in die Dienste der Familie Orleans u. wurde nach 1830 Oberforstwärter in Fontainebleau; wegen Lässigkeit erhielt er 1844 seine Entlassung u. zog nach Paris. Hier schoß er am 16. April 1846 in Fontainebleau mit einer Doppelflinte auf den König Louis Philipp, als dieser mit seiner Familie Abends von der Spatzierfahrt zurückkehrte, ohne daß jedoch jemand beschädigt wurde; L. wurde am 8. Juni 1846 hin gerichtet. 2) Jules, geb. 1813 in Boulogne-sur-Mer, widmete sich anfangs dem Dienste der Ma-rine, wurde später Mitarbeiter an mehren französischen u. belgischen Zeitschriften, ging 1856 mit dem Grafen Morny als Historiograph nach Petersburg u. schr. außer verschiedenen Romanen: Pratique de la pêche de la baleine dans les mers du Sud, 1833; Naufrage du baleinier franco-américain Woodrop-Sims, 1833; Dictionnaire pittoresque du marine, 1835; De la marine, 1836; Chroniques de la marine française, 1836; Lettres sur les écrivains français, 1837; L'Italie des gens du monde, 1844 (wurde ins Italienische u. Deutsche übersetzt); Histoire de la révolution de février, 1850.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 10. Altenburg 1860, S. 201.
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