Nachspiel

[631] Nachspiel, 1) kleines, meist ein actiges Lustspiel, Operette od. Vaudeville, wenn solche, zur Ausfüllung des Theaterabends, nach einem größeren Stücke noch aufgeführt werden; 2) bei großen Stücken ein meist mit neuem Titel versehener Schlußact, welcher das endliche Schicksal der Hauptpersonen, in späterer Zeit, darstellt; vgl. Vorspiel (Ausgang); 3) Orgelstück, welches der Organist nach ganz beendigtem Gottesdienste vorträgt, unter welchem die Versammlung aus der Kirche geht; 4) ein kleines Tonstück, welches auf dasjenige Hauptstück, dem man es noch als Zugabe anfügt, in einer allseitigen Beziehung steht.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 11. Altenburg 1860, S. 631.
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