Nowodworski

[148] Nowodworski, Bartolomiej, geb. um 1545 zu Tuchel in Westpreußen, ging, nachdem er sich schon frühzeitig gegen die Türken u. Tataren ausgezeichnet hatte, 1573 nach Siebenbürgen zu dem Fürsten Stephan Bathory, mit diesem dann nach Polen, tödtete dort im Zweikampf einen königlichen Kämmerer u. flüchtete deshalb nach Frankreich. Hier zeichnete er sich in den inneren Kriegen Frankreichs aus, trat nach Heinrichs III. Ermordung (1589) auf die Seite der Guisen, focht bei Argues u. bei der Belagerung von Paris u. wurde dann Commandant von Conflans, welches er erst nach langer muthiger Vertheidigung an Heinrich IV. übergab. Als dieser katholisch geworden war, trat N. zu ihm über, focht in Savoyen u. bei der Bestürmung von Ambian, nahm darauf als Malteserritter Dienste dieses Ordens, zeichnete sich in dessen Kämpfen gegen die Türken aus u. kehrte 1607 nach Polen zurück, wo ihn Sigismund III. zum Commandant der deutschen Leibwache ernannte. Im Krieg gegen Rußland trug er wesentlich zur Erstürmung von Smolensk bei, nahm 1617 abermals am Feldzug gegen Rußland Theil u. st. 1624.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 12. Altenburg 1861, S. 148.
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