[1233] 1. Auf die Kehle kommt's an, sonst verschlänge der Walfisch Elefanten.
2. Aus trockener Kehle kommt kein schöner Sang (oder: heiteres, lustiges Lied).
In Finnland: Die trockene Kehle hat keinen Laut.
3. Aus voller Kehle singt der Mann, der keinen Kreuzer wechseln kann. – Lohrengel, I, 68.
4. Die Kehl kost't vêl. – Hertz, 59.
5. Dör de Kêl(e) kann völ, se(d) der Schîpper, dô hadde he sî Dremastschipp versâpen (versoffen). (S. ⇒ Hals 23.) (Ostfries.) – Bueren, 401; Frommann, IV, 286, 402; Eichwald, 1669; Hoefer, 911; Kern, 380; Schambach, II, 226.
»All mein Silber, all mein Gold ist mir durch die Kehle gerollt.«
6. Eine durstige (leckere) Kehle kostet viel.
Holl.: Eene lekkere keel kost veel. – Geen kostelijker gat dan het lekkere keelgat. (Harrebomée, I, 389b.)
[1234] 7. Eine Kehle maust besser als zehn Katzen. – Winckler, XIX, 75.
8. Mit der Kehl' gewonnen, durch die Kehle zerronnen.
Holl.: Met de keel gewonnen, met de keel verslonnen. (Harrebomée, I, 390b.)
9. Was in die unrechte Kehle kommt, muss man heraushusten.
*10. Das bleibt ihm in der Kehle sitzen.
Holl.: Het blijft hem in de keel steken. (Harrebomée, I, 390a.)
*11. Das geht ihm an die Kehle.
Holl.: Het bijt hem de keel af. (Harrebomée, I, 390a.)
*12. Das schnürt mir die Kehle zu.
*13. Davon wird ihm nichts in die Kehle kommen.
Er wird nichts davon bekommen.
Holl.: Dat eten komt hem in de keel niet. (Harrebomée, I, 389b.)
*14. Die Kehle brennt ihm.
Holl.: Hij heeft eene vonk in de keel. (Harrebomée, I, 390a.)
*15. Die Kehle mit Affenschmalz schmieren. – Murner, Vom luth. Narren.
» ...Vnd seit ein gut gesel seinem gesellen, wie wir hinführt bass sünden wollen auch selbs einander absoluieren mit affenschmalz die kelen schmieren.« (Kloster, X, 123.)
*16. Einem die Kehle abschneiden.
Frz.: Couper le chiflet à quelqu'un. (Kritzinger, 142a.)
*17. Einem die Kehle zuschnüren.
Holl.: Iemand de keel toebinden. (Harrebomée, I, 390b.)
*18. Einen bei der Kehle kriegen.
Holl.: Iemand bij de keel (de ooren, den kop) krijgen. (Harrebomée, I, 390b.)
*19. Er hat eine immer durstige Kehle.
Lat.: Ranarum more (vivat). (Philippi, II, 150.)
*20. Er lässt alles durch die Kehle gehen.
Holl.: Hij lapt alles door de keel. – Hij jaagt alles door het keelgat. (Harrebomée, I, 390a.)
*21. Es ist, als ob mir jemand die Kehle zuschnürte.
*22. Es ist mir in die unrechte Kehle gekommen.
In Schlesien: Es is m'r ei de unrechte Kehle kummen. (Gomolcke, 377 u. 1005; Robinson, 40.) – »Wenn a dos mol der zwich getruncken hätte, wers ihm gewiss a de unrechte Kehle gekommen; denn wos kan ich dervor, dass man mich nicht not larnen ausm ledig trincken.« (Keller, 143a.)
Holl.: Het is hem in de verkeerde keel geschoten. (Harrebomée, I, 390b.)
*23. Etwas durch die Kehle jagen.
*24. He jöggt alles dör de Kele. – Ddhnert, 223b.
Er verfrisst und versäuft alles.
*25. Seine Kehle ist immer trocken.
Holl.: Hij heeft eene drooge keel. ( Harrebomée, I, 390a.)
Sich die Kehle ausspülen.
*26. Sich die Kehle ausspülen.
[1490] 27. Eine hungrige Kehle ist das grösste Elend. (Venet.)
28. Eine Kehle, die nicht trinkt; ein Glas, das nicht klingt; ein Mund, der nicht lacht, der nicht küsst und nicht singt, und ein Aug', das nicht weint; ein Herz, das nicht liebt, sind fünf Dinge, wie 's trauriger keine gibt.
Dieser Trinkspruch soll in einer berliner Trinkgesell schaft unter vielen andern den Preis erhalten haben.