Raub

1. Die Raub frühstücken, haben den ganzen Tag Magendrücken.


2. Ein schöner Raub macht beherzten (kühnen) Dieb.

Von muthigen Freiern.

Holl.: Een schoone roof maakt eenen stouten dief. (Harrebomée, II, 229a.)


3. Es ist ein schlimmer Raub, der voll verborgener Angeln steckt.


4. Raub ist Staub.

Unrecht Gut gedeiht nicht, vergeht wie oder zerfällt in Staub.


5. Raub vnd brand vergilt Gott mit der hand. Henisch, 477, 51; Petri, II, 509.


[1495] 6. Zuweilen tragt den Raub davon der faule Knecht und Bauren Sohn.Suringar, 207, 13.


*7. Sie lauern auf ihren Raub wie die Krähen auf ein krankes Schaf.

Holl.: Zij loeren op hunne prooi, als de kraaijen op een ziek schaap. (Harrebomée, II, 203.)

*8. Sie würden einen Raub vor der Hölle begehen.

Holl.: Zij zouden wel een' roof van voor de hel halen, en komen ongeschonden weder. (Harrebomée, II, 229a.)

Quelle:
Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 3. Leipzig 1873, Sp. 1495-1496.
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