Flußspat

Edelsteine. II. (Kristall- und Schlifformen)
Edelsteine. II. (Kristall- und Schlifformen)

[595] Flußspat, Fluorit, Fluß, reguläres, meist in Würfeln kristallisierendes Mineral [Tafel: Edelsteine II, 41 u. 42], farblos, wasserhell, aber auch blau, grün, rot, gelb etc. gefärbt, Härte 4, chemisch Fluorkalzium; fast alle Varietäten phosphoreszieren durch Einwirkung der Hitze oder des Sonnenlichts (Chlorophan). Kohlenwasserstoffhaltiger F. ist der Stinkfluß (weil beim Schlagen und Reiben riechend) von Wölsendorf in Bayern. Häufig auf Zinnerz-, Silber-, Bleigängen (Erzgebirge, Böhmen, England etc.), derb mächtige Gänge bildend; dient zu Schmucksachen, als Flußmittel bei metallurgischen Prozessen, zur Darstellung der Flußsäure, zum Ätzen des Glases und zur Bereitung von Glasuren.

Quelle:
Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 1. Leipzig 1911., S. 595.
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