Komprimierte Luft

[994] Komprimierte Luft (d.i. verdichtete) findet bei Herz- und Lungenkrankheiten, bes. bei asthmatischen Beschwerden Anwendung, entweder im sog. Pneumatischen Kabinett, einem glockenförmigen Raume, in dem der Kranke stundenlang in verdichteter Luft sitzt (pneumat. Bad), oder in den transportabeln pneumat. Apparaten, durch die der Kranke abwechselnd verdichtete und verdünnte Luft einatmen kann; durch diese Aerotherapie oder Pneumatotherapie wird die Lungenventilation vermehrt, somit der Abfluß des Blutes aus den Lungen befördert und der kleine Kreislauf entlastet. - K. L. in der Technik, s. Preßluft. – Vgl. Waldenburg (2. Aufl. 1880), Örtel (1882), von Liebig (1898).

Quelle:
Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 1. Leipzig 1911., S. 994.
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