Debreczin

[295] Debreczin (Debrezinn), Hauptort der Gespanschaft Szabolcs im District Großwardein, in holz- und wasserarmer Haide, mit 65000 größtentheils reformirten Einw., Sitz eines Stuhlgerichts, reformirten Collegiums, Piaristengymnasiums; Seifen- u. Salpetersiedereien, Bierbrauereien und Branntweinbrennereien, Fabrikation von Wollenzeugen, Leder, Drechslerwaaren, Pfeifenköpfen, Holzwaaren, Tabak- und Melonenbau, bedeutende Jahrmärkte, lebhafter Handel mit Landesproducten und den Fabrikaten von D. Die Stadt breitet sich weit aus, die Häuser sind zwar nieder, jedoch geräumig, die Straßen ungepflastert, zum Theil mit einer Art hölzerner Brücken gegen den Schlamm versehen. D. ist Hauptsitz des maghyar. Lebens; vom 9. Januar bis 30. Mai 1849 Sitz des revolutionären Reichstags.

Quelle:
Herders Conversations-Lexikon. Freiburg im Breisgau 1854, Band 2, S. 295.
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