Mesonēro y Romanos

[652] Mesonēro y Romanos, Ramón de, span. Schriftsteller, genannt »El Curioso Parlante«, geb. 10. Juli 1803 in Madrid, gest. daselbst im April 1882, übernahm 1820 das Handlungsgeschäft seines Vaters, widmete indessen seine Muße wissenschaftlichen Studien und betrat 1831 die schriftstellerische Laufbahn mit seinem »Manual de Madrid« (3. Aufl., Madr. 1844), das sich durch treffliche Sittenschilderungen auszeichnet. Neue Reihen von Sittengemälden und Genrebildern erschienen unter den Titeln: »Panorama Matritense« (1832–35, neue Ausg. 1881); »Escenas Matritenses« (1836–42, neue Ausg. 1879); »Tipos y caractéres« (1843–62). Auch veröffentlichte er: »Recuerdos de viaje por Francia y Belgica« (1842, neue Ausg. 1881) und redigierte die 1836 von ihm begründete Zeitschrift »Semanario pintoresco español« (8 Bde.). 1845 übernahm er eine Stelle an der Nationalbibliothek. Für die »Biblioteca de autores españoles« gab er die »Poetas contemporáneos de Lope de Vega«, die »Dramaticos posteriores á Lope« (neugedruckt 1901) sowie ausgewählte Werke von Rojas-Zorilla (1880) heraus und veröffentlichte nachher eine Geschichte MadridsEl antiguo Madrid«, 1861), die »Memorias de un Setenton« und eine Gesamtausgabe seiner Werke (1881). Er war Mitglied der spanischen Akademie. Nach seinem Tod erschienen noch kleinere Schriften von ihm: »Algoen prosa y verso« (1883) und »Trabajos no coleccionados« (1903).

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 13. Leipzig 1908, S. 652.
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