Pennisētum

[566] Pennisētum Pers. (Borstfedergras, Federborstengras), Gattung der Gramineen, einjährige und ausdauernde Gräser, deren schmale oder eiförmige Ährchen, die Ähren, Trauben oder Scheinähren bilden, von federigen oder rauhen Borsten umgeben sind. 40 Arten, meist im tropischen oder subtropischen Afrika, eine bis Südeuropa, wenige in Amerika und Asien. P. typhoideum Rich. (Penicillaria spicata Willd., Pinselgras, Perlhirse, Negerhirse, Bajree [auch Durra], Doon, Duchn, Dochan, Duhn, Eneli, s. Tafel »Getreide III«, Fig. 6), ein 1–2 m hohes, einjähriges Gras von unbekannter, wahrscheinlich afrikanischer Abstammung, mit 8–20 cm langer, 2–4 cm dicker, eiförmig walziger, gedrungener Rispenähre, wird in zahlreichen Spielarten allgemein in Mittelafrika, auch Arabien, Ostindien, den Vereinigten Staaten, in der Provinz La Mancha in Spanien als Getreide und Grünfutter gebaut, auch zur Bereitung eines Bieres benutzt. Man genießt die Früchte meist in Breiform (Kuskus in Nordafrika, Ugalli in Ostafrika). Ebenso P. distichum Barth. (Cenchrus echinatus Hochst.), von dessen Samen viele Stämme von Bornu bis Timbuktu ausschließlich leben. P. latifolium Spr. (s. Tafel »Gräser V«, Fig. 4), ein 1–1,5 m hohes Gras aus Argentinien, mit breit-lanzettlichen Blättern, wird in der Heimat zum Dachdecken benutzt und bei uns wie auch andre Arten, z. B. P. alopecuroides (s. Tafel »Gräser VI«, Fig. 7), als Zierpflanze kultiviert. Von P. hirsuta werden die Samen in Afrika auf Bier verarbeitet.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 15. Leipzig 1908, S. 566.
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