Mascagni

[938] Mascagni (spr. Maskanji), Paolo, geb. 1752 in Castelletto bei Siena, wurde 1774 Professor der Anatomie daselbst, wendete sich aber 1800 nach Pisa u. wurde Lehrer der Anatomie, Physiologie u. Chemie in Florenz, wo er 1815 starb. Er ist bes. durch sorgfältige Untersuchungen über die Lymphatischen [938] Gefäße bekannt u. schr.: Vasorum lymphatiecrum corporis hum. historia et iconographia, Siena 1787, Fol., voraus ging ein Band Prodromo, ebd. 1784 (deutsch von Ludwig); Anatomia per uso degli studiosi di scultura e pittura, Flor. 1816, Fol.; Prodromo della grande anatomia, herausgegeben von Fr. Antommarchi, ebd. 1819, Fol., wozu noch gehören: Tavole figurate di alcune parti organiche del corpo umano, degli animali e dei vegetabili, ebd. 1819, Fol.; 2. Aufl. von T. Farnese, Derselbe, Prodromo, mit Zusätzen in 2 Bdn., Mail. 1821. Die in diesem Prodromo gedachte Grande anatomia sollte nach seinem Tode erscheinen, u. da Antommarchi auf eigenen Antrieb den Prodromo u. noch Planches anatomiques du corps humain, herausgeg. vom Grafen Lasteyrie, Par. 1822–24, Fol., edirte, so trat an dessen Stelle von Seiten der Erben M-s das Prachtwerk: P. Mascagni anatomia universa, XLIV tabulis aeneis, Pisa, seit 1823, gr. Fol., von A. Vacca-Berlinghier, I. Barzelloti u. I. Rosini herausgegeben.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 10. Altenburg 1860, S. 938-939.
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