Vorwitz

[704] Vorwitz, das aus einem Mangel an Besonnenheit, Lebenserfahrung u. Selbstbeherrschung hervorgehende Bestreben, ohne Berücksichtigung der für sich u. Andere daraus entspringenden Gefahr, so wie der größeren od. geringeren Tadelnswürdigkeit der angewendeten Mittel, theils über Dinge abzuurtheilen, welche man nicht hinreichend kennt, theils sich da einzumischen, wo Pflicht od. Anstand Zurückhaltung fordert, theils sich in Unternehmungen einzulassen, welche außer den Grenzen unseres Berufes liegen u. das Maß geistiger u. physischer Kräfte übersteigen.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon, Band 18. Altenburg 1864, S. 704.
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