Tusche, die

[725] Die Túsche, plur. doch nur von mehrern Arten, die -n, ein Nahme, welchen ehedem alle trockne Farben und Farbenstifte, womit man trocken zu mahlen pflegt, geführet zu haben scheinen. Jetzt ist es nur noch von einer schwarzen festen Farbe üblich, welche leicht im Wasser gerieben, mit einem Pinsel aufgetragen und verwaschen wird, und welche zuerst aus China zu uns gekommen, daher sie auch Chinesische Dinte genannt wird. Indessen hat man auch ähnliche Farbenkörper von andern Farben, welche auf eben dieselbe Art gebraucht werden. Wenn der Nahme nicht mit der Sache selbst aus China zu uns gekommen, so scheinet er aus dem Franz. Touche und toucher entlehnet zu seyn, weil diese Farbe mit einem gelinden Reiben sowohl zubereitet, als auch vertrieben oder verwaschen wird.

Quelle:
Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 4. Leipzig 1801, S. 725.
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