Dom

[580] Dom und Domkirche, in alterthümlicher Sprachweise meist Thumb oder Münster, wurde seit dem Mittelalter die Kirche eines Orts oder eines Sprengels genannt, in welcher der höchste Geistliche desselben das Amt verwaltete; also z.B. die Hauptkirche oder Kathedrale eines Erzbisthums [580] oder Bisthums u.s.w. Da die alten Gebäude der Art sich durch ihren hochgewölbten Bau auszeichnen, so wird der Ausdruck Dom auch im bildlichen Sinne, z.B. von der Decke großer Felsenhöhlen, vom Laubdache des Hochwaldes u.s.w. gebraucht. – Unter Domcapitel wird die Versammlung der zu einer Domkirche gehörigen Geistlichen und Pfründeninhaber verstanden. (S. Capitel.)

Quelle:
Brockhaus Bilder-Conversations-Lexikon, Band 1. Leipzig 1837., S. 580-581.
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