Reiz

[513] Reiz, jede Einwirkung auf den lebenden Organismus, die in diesem eine Umsetzung der Spannkraft in Arbeit hervorruft. Die Eigenschaft des Organismus, die dies ermöglicht, ist die Reizbarkeit oder Irritabilität; sie ist am ausgesprochensten bei den Muskeln und Nerven. Man unterscheidet chem., thermische (Hitze und Kälte), mechan., elektrische R. und den vom Gehirn ausgehenden Willens-R. Bei Pflanzen zeigt sich die Wirkung eines R. bei den Reizbewegungen, die infolge von Licht, Schwerkraft, mechan. und chem. Einwirkung auftreten und sich z.B. in Krümmungen, Öffnen und Schließen der Blüten, Zusammenfalten der Blätter etc. äußern.

Quelle:
Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 2. Leipzig 1911., S. 513.
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Der Reiz des Verbotenen

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