Erden (Erdarten)

[466] Erden (Erdarten), Erdarten, Metalloxyde, Verbindungen einfacher Körper mit Sauerstoff; sie sind diejenigen Mineralien, welche nicht aufzulösen, nicht zu entzünden und gewöhnlich nicht zu schmelzen sind. Nach der Art, wie sie sich andern Mineralien nähern, sind sie Kiese oder Erderden, Thone, d. h. Salzerden, Talk- oder Brenzerden, Kalk- oder Erzerden. Als Grundstoff sind sie feuerbeständig, unentzündlich, im Wasser nur sehr schwer aufzulösen, haben keinen besondern Geschmack, keinen Metallglanz Man trifft die Erde jedoch in der Natur nie rein, sie muß durch die Chemie von ihren Beistoffen erst geschieden werden. In der Landwirthschaft kommt sie nur vermischt vor, z. B. als Dammerde, Flugerde, Thonerde, Kalkerde etc. Erdfarben sind Erdarten von verschiedener Farbe, die im trockenen und flüssigen Zustande zum Malen gebraucht werden können. Sie haben ihre Farbe entweder im natürlichen Zustande, wie z. B. Kreide, Ocker, Bergblau etc., oder erhalten sie durch chemische Behandlungen,[467] Brennen, Vermischung mit Säuren etc., wodurch gewisse andere Theile ausgeschieden werden.

4.

Quelle:
Damen Conversations Lexikon, Band 3. [o.O.] 1835, S. 466-467.
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466 | 467
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