Maske

[136] Maske. Dieß Wort kömmt entweder aus dem Griechischen (Basca) oder von dem italienischen Maschera her. Nero's Gemahlin Poppäa soll die Gesichtsmaske erfunden haben, um ihren Teint zu conserviren; zu gleichem Zwecke sollen sich die eitlen Römerinnen des feuchten Brodes bedient haben, welches sie auf das Gesicht legten. Unter Franz I. von Frankreich kamen die schwarzen Sammetmasken auf, die man Loup (Wolf) nannte. Auf die Masken folgten die Moches von Schminkpflästerchen, die man oft in so großer Menge auflegte, daß es schien, als sollten sie die Vermummung ersetzen. Bei den Schauspielern der Alten bestand die Maske in einer Art Kappe, die den ganzen Kopf bedeckte und die man über das Gesicht legte, theils um unerkannt zu bleiben, theils auch um eine beliebige Gestalt anzunehmen; außer den Gesichtszügen stellte sie noch Bart, Haare, Augen etc. vor. Anfänglich waren diese Masken aus Baumrinde geschnitzt, dann von Leder und späterhin von Holz, welches geschickte Bildhauer nach Angaben der Dichter aushöhlten. Die Alten hatten: tragische Masken, mit aufgesperrtem Munde, wilden Zügen; komische, mit höchst lächerlichen Geberden; sa tyri sch eundarchestrische, oder stumme mit regelmäßigen Zügen für die Tänzer. Stehende, moderne Theatermasken der neueren Zeit sind die des Harlekin (s. d.), Pierrot, Pantalon, Polichinel, Scaramuz, der Colombine, Harlekinette etc. Die Gesichtsmasken von seiner Leinwand mit Wachs überzogen erhalten wir meist aus Venedig oder Berlin, die ordinairen[137] von Pappe aus Rouen und Paris.

4.

Quelle:
Damen Conversations Lexikon, Band 7. [o.O.] 1836, S. 136-137.
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136 | 137
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Dumas, Alexandre, d. Ält.

Der Mann in der eisernen Maske

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