Ausbruch des Kriegs in Griechenland. Schlachten bei Haliartos, Nemea, Koronea

[224] Als die persische Flotte sich im Südosten des Ägäischen Meeres rüstete, hielten die Führer der antispartanischen Gruppe in Theben den Zeitpunkt für gekommen, um den Krieg in Griechenland zum Ausbruch zu bringen395. Sparta hat, wie immer, den[224] Bundesvertrag gewissenhaft beobachtet, und darum mußten seine Gegner zur List greifen396. Auf ihr Betreiben besetzten die mit Böotien verbündeten Lokrer von Opus im Mai 395 einen phokischen Grenzdistrikt, auf den sie Anspruch zu haben behaupteten. Darüber kam es zum Kriege zwischen beiden397. Die Lokrer erhielten im Hochsommer von Theben die vertragsmäßige Unterstützung; die Phoker wandten sich um Hilfe nach Sparta. Hier war man froh, jetzt einen unanfechtbaren Kriegsgrund gegen Böotien zu haben. Gefahr schien nicht zu befürchten, wo Agesilaos einen Erfolg nach dem andern meldete – es war die Zeit nach der Schlacht bei Sardes – und die Flotte trotz des Verlustes von Rhodos gegen die unzulänglichen persischen Rüstungen die See behauptete. Wohl aber war es höchste Zeit, den Übermut von Theben zu brechen. Die Abrechnung war politisch notwendig: Man wußte von den Verbindungen der Unzufriedenen mit Konon und mußte einschreiten, ehe die Perser ihren Anhängern in Europa die Hand bieten konnten. Wurde Theben gezüchtigt – und dazu schien die Macht Spartas völlig auszureichen –, so war Spartas Autorität in Griechenland dauernd befestigt, und die anderen Staaten, wie Korinth und Argos, konnten nicht wagen, sich zu rühren; und sollte gar Athen sich den Thebanern anschließen, wie es das wirklich getan hat, so [225] war das nur um so besser, dann konnte der Fehler von 403 rückgängig gemacht und das Regiment in der widerspenstigen Stadt aufs neue in die Hände der Oligarchen gelegt werden398. Vor allem Lysander399 betrieb den Krieg mit Eifer: seit sich deutlich gezeigt hatte, welche Gefahren die gemäßigte Politik brachte, die Sparta seinem Rat entgegen eingeschlagen hatte, durfte er hoffen, wieder zur Macht zu gelangen. Die Ephoren entsandten ihn nach Phokis, um die Truppen der benachbarten Bundesgenossen zusammenzuziehen, während König Pausanias später mit dem Aufgebot der Peloponnesier auf dem Landwege nachfolgen sollte. Dann sollten sie von beiden Seiten in Böotien einfallen und sich an einem festgesetzten Tage bei Haliartos vereinigen. Lysander brachte aus den Phokern, Heraklea und den Volksstämmen am Öta ein ansehnliches Heer zusammen und gewann Orchomenos400, die nördlichste Stadt Böotiens, die sich der Vormacht Thebens immer nur ungern gefügt hatte. Damit war der Krieg erklärt. Theben wandte sich um Hilfe an Athen; seine Gesandten mahnten an die Dankespflicht und entwickelten die großen Aussichten, welche sich jetzt Athen böten, wenn es zugreife. In Athen war man frohen Muts; in dieser Frage gab es zur Zeit wenigstens zwischen den Staatsmännern keine Meinungsverschiedenheit401. Man konnte hier nicht im Zweifel sein, daß, wenn jetzt Theben niedergeworfen wurde, Sparta seine Hand wieder schwer auf Athen legen würde. Alle Redner sprachen für den Abschluß des Bündnisses402. Thrasybul selbst redigierte den entscheidenden Beschluß403; er verfehlte nicht, [226] darauf hinzuweisen, daß Athen den Böotern Hilfe leiste404, obwohl der Piräeus noch unbefestigt sei405. Trotzdem hatte Sparta alle Aussicht auf vollen Erfolg; im Peloponnes blieb alles ruhig, Korinth beschränkte sich auch diesmal darauf, die Heeresfolge zu weigern (Xen. III 5, 16)406.

Inzwischen führte Pausanias den Heerbann der Spartaner und Peloponnesier (mit Ausnahme der Korinther) über den Isthmos. Aber Lysander konnte sich nicht entschließen zu warten; offenbar wollte er einen entscheidenden Schlag führen, ehe der König eingreifen konnte, den er als Urheber seines Sturzes über alles andere hassen mußte. Er rückte über Lebadea gegen Haliartos vor, um die Stadt zu gewinnen oder zu erstürmen. Aber die Thebaner hatten bereits eine Besatzung in die Stadt gelegt, und jetzt kam ihr gesamter Heerbann im Eilmarsch heran. Zwischen diesem und der Mauer eingekeilt kam Lysander in eine höchst gefährliche Lage; als er trotzdem einen Sturm wagte, wurde er von beiden Seiten angegriffen. Er selbst fiel unter der Mauer, sein Heer wurde zersprengt; bei der Verfolgung erlitten freilich auch die Thebaner in dem bergigen Terrain beträchtliche Verluste. Am nächsten Tage traf Pausanias ein; aber auch die Athener unter Thrasybul waren zur Stelle. Gegen die Übermacht, namentlich an Reiterei, konnte Pausanias eine Schlacht um so weniger wagen, da unter den peloponnesischen Truppen viele unzuverlässig waren. Die Folgen einer Niederlage waren unabsehbar; auch im Falle eines Sieges aber konnte man, wenn er nicht ganz entscheidend war, kaum hoffen, die unter der Mauer liegenden Leichen aufzuheben. So entschloß sich Pausanias, in Übereinstimmung mit [227] dem Kriegsrat, um die Auslieferung der Gefallenen zu bitten und Böotien zu räumen (etwa September 395). – Damit hatte Sparta freilich eingestanden, daß es zur Zeit die Erhebung nicht niederzuwerfen vermöge; die Schlappe des Lysander war dadurch in eine schwere Niederlage verwandelt, das Scharmützel zur Katastrophe geworden. Die Folge war, daß Korinth und Argos sofort dem Bunde zwischen Böotien und Athen beitraten, während Megara, wo vor einiger Zeit die Demokraten die im J. 424 hergestellte strenge Oligarchie (Bd. IV 2, 111) gestürzt hatten, sich dauernd neutral hielt. Alsbald folgten die Städte Euböas und die Chalkidier in Thrakien und im Westen die Akarnanen, Leukas und Ambrakia. In Thessalien erhoben sich die binnenländischen Städte, geführt von Medios von Larisa (o. S. 51), aufs neue gegen Lykophron von Pherä, schlossen ein Bündnis mit den Böotern und eroberten das von Sparta besetzt gehaltene Pharsalos (o. S. 54). Dann eroberten die Böoter unter Ismenias, von Argos unterstützt, Heraklea Trachinia, machten die hier stationierten Spartaner nieder, verjagten die Ansiedler aus dem Peloponnes und gaben die Stadt den alten Bewohnern zurück. Damit waren die meisten kleinen Stämme am Öta für Theben gewonnen. Ganz Mittelgriechenland bis auf Phokis und Orchomenos, wohin Sparta ein Regiment (Mora) als Besatzung gelegt hatte, ging den Spartanern verloren. Auch die ozolischen Lokrer und die Athamanen in Epirus schlossen sich dem Bunde an407; nur die Ätoler hielten sich nach wie vor den allgemein griechischen Händeln fern. Bei den Phokern suchte der Spartaner Alkisthenes den Widerstand zu organisieren; aber er erlitt durch Ismenias eine schwere Niederlage. Mit den Persern hatte man sofort Beziehungen angeknüpft; der Satrap Pharnabazos (o. S. 203) sandte spätestens zu Anfang des Winters 396 den Rhodier Timokrates mit 50 Talenten (272000 Mark)408 [228] nach Griechenland, die er unter die Führer der zu Persien neigenden Kreise in Theben, Korinth, Argos, Athen verteilte. Diese Subsidien sind nicht groß gewesen, und ob davon wirklich eine nennenswerte Summe in die Taschen der Parteiführer geflossen ist, ist noch fraglich: der größte Teil der 50 Talente ist gewiß für die Agitation und die Kriegsvorbereitung verwendet worden409. Im Juni 394 begannen die Athener den Wiederaufbau der Mauern des Piräeus410. Zur Leitung der Operationen wurde ein aus Deputierten der Verbündeten gebildeter Kriegsrat in Korinth eingesetzt411.

In Sparta hat man den unerwarteten Schlag auf das schwerste empfunden. Die stolze Siegeszuversicht, mit der man auf alle Feinde herabsehen zu dürfen glaubte, war gebrochen; von einer Fortführung des Angriffskriegs gegen Persien konnte nicht mehr die Rede sein, wo die Feinde eine Invasion des Peloponnes planten und bereits von einem Angriff zu Lande auf das spartanische Gebiet reden konnten – ein Gedanke, den bisher auch in den schlimmsten Zeiten der Kriege mit Athen kein Gegner Spartas ernsthaft zu erwägen gewagt hätte. Der volle Ingrimm entlud sich gegen König [229] Pausanias. Er wurde angeklagt, weil er Lysander nicht rechtzeitig zu Hilfe gekommen sei und weil er, statt um die Leichen zu kämpfen, durch Verhandlungen die Niederlage eingestanden habe; der eigentliche Grund der Erbitterung aber war sein Verhalten im J. 403. Jetzt hatte es Sparta zu büßen, daß es sich damals von sentimentaler Hochherzigkeit hatte leiten lassen, in kindischem Vertrauen auf die Dankbarkeit der Feinde, statt, wie Lysander forderte, lediglich den Vorteil des eigenen Staates zur Richtschnur zu nehmen. Diesmal wagte Pausanias überhaupt nicht, sich dem Gericht zu stellen; wie vor 51 Jahren sein Vater flüchtete er nach Arkadien. Während daheim der Rat der Alten das Todesurteil412 über ihn sprach, fand er Schutz im Heiligtum der Göttin Alea in Tegea. – Für die Fortführung des Krieges blieb der spartanischen Regierung kein Ausweg, als Agesilaos den Befehl zu senden, daß er schleunigst mit möglichst großer Heeresmacht nach Griechenland zurückkehre413. Für den Seeweg waren keine Schiffe disponibel; so mußte er den Landweg über Thrakien einschlagen. 4000 Söldner unter Euxenos ließ er zum Schutze der Griechenstädte Asiens zurück. Auch von seinen übrigen Truppen hatten viele keine Lust, den bequemen und ertragreichen Kriegsdienst in Asien mit den Strapazen eines europäischen Feldzugs zu vertauschen. Aber durch Prämien, welche er auf die beste Ausrüstung setzte, brachte er die Städte dazu, ihm tüchtige Truppen zu stellen. So konnte er etwa im Juni 394 mit einem immer noch ansehnlichen Heer den Hellespont überschreiten; auch die Reste der Kyreer unter Xenophon haben sich ihm angeschlossen.

Für den Feldzug des J. 394 hatten die Verbündeten ein starkes Heer aufgestellt, angeblich nicht weniger als 24000 Hopliten aus Athen, Böotien, Euböa, Korinth und Argos, dazu 1500 Reiter [230] und eine große Schar leichtbewaffneter Lokrer, Akarnanen, Malier; nur die Thessaler nahmen nicht teil, offenbar waren sie durch die heimischen Wirren vollauf beschäftigt. Man gedachte direkt gegen Sparta vorzugehen, um, wie Timolaos von Korinth sagte, den feindlichen Strom an der Quelle zu fassen, ehe er sich durch Zuflüsse verstärkt habe. Aber über den Vorbereitungen und militärischen Diskussionen verging die Zeit; als die Verbündeten eben aufgebrochen waren und durch das Tal des Nemeabachs (westlich von Korinth) ins Gebirge vorrückten, waren die Spartaner bereits zur Stelle. Den spartanischen Heerbann, 6000 Hopliten (offenbar einschließlich der Neodamoden) und 600 Reiter, führte Aristodemos als Vormund des unmündigen Königs Agesipolis, des Sohnes des Pausanias. Mit Ausnahme von Phlius, wo die Demokraten ans Ruder gekommen waren und die Neutralität proklamierten414, hatte keiner der peloponnesischen Bundesstaaten gewagt, den Zuzug zu weigern, so daß das spartanische Heer den Feinden an Zahl mindestens gleichkam415; auch hatten sie 300 Schützen aus Kreta angeworben, und die kleinen jetzt autonomen Gemeinden von Elis (o. S. 47) stellten 400 Schleuderer. Nach längerem Zögern nahmen die Feinde in der Küstenebene unweit der Mündung des Nemeabachs in der zweiten Hälfte des Juli 394 die Schlacht an. Der Kampf verlief noch ganz im alten Stil, wie die Schlacht bei Mantinea 418. Jede der beiden Armeen schob sich beim Anmarsch nach rechts und suchte die Feinde in der Flanke zu fassen. Die meisten peloponnesischen Kontingente wurden von den tief aufgestellten Gegnern, auf die sie trafen, geworfen; aber die Athener unter Thrasybul wurden von den Spartanern umklammert und [231] vollständig geschlagen und dann die bisher siegreichen Abteilungen der Feinde, wie sie einzeln den Rückmarsch antraten, der Reihe nach in die Flucht geschlagen. Die Verluste waren auf beiden Seiten groß416; aber die Spartaner selbst hatten nur 8 Mann verloren417 und aufs neue ihre Unbesiegbarkeit in der Feldschlacht erwiesen. Den Sieg auszunützen wäre indessen nur möglich gewesen, wenn es gelungen wäre, Korinth zu gewinnen. Die spartanisch gesinnte Partei machte einen Versuch, ans Ruder zu kommen, und setzte durch, daß den Flüchtigen die Tore gesperrt wurden, aber sie konnte die Stadt nicht vom Bunde losreißen, und alsbald gewannen die Gegner wieder das Übergewicht418. Da überdies der Hauptteil des feindlichen Heeres ein festes Lager bei Korinth bezogen hatte419, durfte die Gesamtmacht der Spartaner den Isthmos nicht überschreiten; sie mußten sich begnügen, eine Mora dem Agesilaos nach Böotien entgegenzuschicken.

Um dieselbe Zeit war Agesilaos unter kleinen Kämpfen mit den Thrakern nach Amphipolis gelangt; hier erhielt er die Siegesbotschaft, mit der er den Überbringer Derkylidas sofort weiter nach Asien sandte; er durfte hoffen, bald auf den Schauplatz seiner Siege zurückkehren zu können. In Makedonien420 machte König Aeropos (u. S. 296) Miene, ihm entgegenzutreten; aber durch rasches Vorgehen erzwang er den Durchzug421. Die Thessaler versuchten ihn aufzuhalten, und ihre Reiterscharen umschwärmten die [232] Marschkolonnen; aber durch einen raschen Ausfall schlug er sie zurück. Fortan blieb er unangefochten; er konnte in Böotien einrücken und sich mit der ihm entgegengesandten Mora vereinigen. Ferner zog er das Aufgebot der Phoker und der Orchomenier und die Hälfte der hier liegenden spartanischen Besatzung (o. S. 228) an sich; überdies hatte er von den Griechenstädten Thrakiens Truppen erhalten. So gebot er über ein ansehnliches Heer, das namentlich an Peltasten den Gegnern überlegen war. Inzwischen war ein Teil der bei Korinth lagernden Armee den Böotern zu Hilfe gezogen422 und hatte bei Koronea an der Straße, die südlich um den Kopaissee herumführt, Stellung genommen. Hier kam es gegen Ende August, wenige Wochen nach der Nemeaschlacht, zum Kampf. Agesilaos siegte mit dem rechten Flügel und dem Zentrum; währenddessen hatten aber die Thebaner seinen linken Flügel, auf dem die Orchomenier standen, durchbrochen und waren bis ins spartanische Lager vorgedrungen. Agesilaos dachte den Sieg voll ausnützen und die Thebaner vernichten zu können; er griff sie nicht, wie die Spartaner bei Nemea, auf dem Rückmarsch in der Flanke an, sondern verlegte ihnen den Weg. Aber er konnte ihren Schlachthaufen nicht sprengen; in heftigem Kampf bahnten sie sich den Weg ins freie Feld; Agesilaos, selbst schwer verwundet, mußte vom Kampf abstehen. Indessen wenn auch der Sieg nicht vollständig war, so erkannten die Gegner doch ihre Niederlage an, indem sie um Auslieferung der Leichen baten. Die Schlappe von Haliartos war ausgeglichen; die Folge der beiden rasch hintereinander erfochtenen Siege am Nemeabach und bei Koronea war, daß die Verbündeten in den 7 Jahren, die der Krieg noch dauerte, eine offene Feldschlacht gegen Sparta nicht wieder gewagt haben423.


Quelle:
Eduard Meyer: Geschichte des Altertums. Darmstadt 51965, Bd. 5, S. 224-233.
Lizenz:
Kategorien:

Buchempfehlung

Lessing, Gotthold Ephraim

Philotas. Ein Trauerspiel

Philotas. Ein Trauerspiel

Der junge Königssohn Philotas gerät während seines ersten militärischen Einsatzes in Gefangenschaft und befürchtet, dass er als Geisel seinen Vater erpressbar machen wird und der Krieg damit verloren wäre. Als er erfährt, dass umgekehrt auch Polytimet, der Sohn des feindlichen Königs Aridäus, gefangen genommen wurde, nimmt Philotas sich das Leben, um einen Austausch zu verhindern und seinem Vater den Kriegsgewinn zu ermöglichen. Lessing veröffentlichte das Trauerspiel um den unreifen Helden 1759 anonym.

32 Seiten, 3.80 Euro

Im Buch blättern
Ansehen bei Amazon

Buchempfehlung

Geschichten aus dem Biedermeier. Neun Erzählungen

Geschichten aus dem Biedermeier. Neun Erzählungen

Biedermeier - das klingt in heutigen Ohren nach langweiligem Spießertum, nach geschmacklosen rosa Teetässchen in Wohnzimmern, die aussehen wie Puppenstuben und in denen es irgendwie nach »Omma« riecht. Zu Recht. Aber nicht nur. Biedermeier ist auch die Zeit einer zarten Literatur der Flucht ins Idyll, des Rückzuges ins private Glück und der Tugenden. Die Menschen im Europa nach Napoleon hatten die Nase voll von großen neuen Ideen, das aufstrebende Bürgertum forderte und entwickelte eine eigene Kunst und Kultur für sich, die unabhängig von feudaler Großmannssucht bestehen sollte. Dass das gelungen ist, zeigt Michael Holzingers Auswahl von neun Meistererzählungen aus der sogenannten Biedermeierzeit.

434 Seiten, 19.80 Euro

Ansehen bei Amazon