Zosimus, S. (8)

[866] 8S. Zosimus (Zosymus), Ep. Conf. (30. März, al. 21. Jan.). Dieser heilige Bischof von Syracus war ebendaselbst von reichen und tugendhaften Eltern geboren, und von seinem 7. Jahre an im Kloster zur hl. Lucia gebildet und erzogen worden. Doch hatte er für das Klosterleben so wenig Neigung, daß er dem Wunsche seiner Eltern und des Abtes Faustus entgegen wieder ins elterliche Haus zurückkehrte. Als aber demungeachtet die Eltern darauf bestanden, daß er den klösterlichen Beruf ergreife, und ihn mit Gewalt zurückführten, so brachte er Gott dieses Opfer des Gehorsams, und wurde allmählich (nach der Legende erschien ihm die hl. Lucia und schlug ihn, weil er ihre Ruhestätte nicht sorgsam genug hütete) ein so guter Mönch, daß er nach dem Tode des Faustus zum Abte gewählt wurde. Zuletzt folgte er [866] wider seinen Willen dem Bischofe Petrus von Syracus auf diesem Sitze nach, und erfüllte getreulich alle Pflichten eines würdigen Oberhirten, in Nächstenliebe und Demuth (einmal legte er auf der Straße sein Oberkleid ab, und ließ es verkaufen, weil er kein Geld mehr hatte, um den Armen geben zu können), bis er im 90. Jahre seines Alters um das J. 660 zur himmlischen Freude einging. Sein Name steht auch im Mart. Rom. am 30. März. Er wird als Patron gegen die Pest angerufen. Bildnisse zeigen ihn, wie er in einem Armen einen Engel beschenkt. (III. 837–843.)


Quelle:
Vollständiges Heiligen-Lexikon, Band 5. Augsburg 1882, S. 866-867.
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