Weise

[690] Weise, Christian, Schulmann u. als Dichter das Haupt der »Wasserpoeten« seiner Zeit, geb. 1624 zu Zittau, wo er 1708 als Gymnasiumsdirector starb. Die Zeitgenossen feierten ihn als großen Dichter, in Wahrheit war er ein leerer prosaischer Reimer, der höchstens in einigen breiten Lustspielen und Romanen (die 3 Erznarren, die 3 klügsten Leute u.s.w.) einigen Witz zeigte. Verdienter machte sich W. als Schulmann, indem er zuerst in seinem Gymnasium die deutsche Sprache einführte und pflegte.

Quelle:
Herders Conversations-Lexikon. Freiburg im Breisgau 1857, Band 5, S. 690.
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