Competent (a. d. Lat.) heißt überhaupt, was einem zukömmt, einem gehört – rechtmäßig; daher sagt man: ein competenter Richter über etwas, d. h. ein solcher, dem es vermöge seiner Einsichten und Kenntnisse zukommt, über eine Sache zu urtheilen; daher auch die ...
Concav , a. d. Lat. kugelförmig eingetieft. Vergl. Convex .
Conclave , s. Cardinal .
Condorcet , ein ehemaliger Französischer Marquis, Mitglied der legislativen Nationalversammlung des Convents, und mehrerer gelehrten Gesellschaften, Z. B. der königlichen Akademie der Wissenschaften zu Berlin , die ihm jedoch, wegen seiner zweideutigen Gesinnungen, im Jahr 1793 auf der Liste ihrer Mitglieder ausstrich ...
Confucius , s. China .
Congregationen heißen am römischen Hofe die aus Cardinälen und andern päpstlichen Ministern bestehenden Versammlungen, welche zu Besorgung gewisser Angelegenheiten und fast über jeden Zweig geistlicher und weltlicher Staatsverwaltung Statt finden: dahin gehört auch selbst die Inquisition, die Congregation de ...
Conisch , a. d. Lat kegelförmig, unten spitzig zulaufend und oben breit.
Conradin von Schwaben , König von beiden Sicilien , und Herzog in Schwaben , ein Sohn des Römischen Königs, Courad IV. und Enkel des Kaisers Friedrich II. Conrad IV. wurde vom Papst in den Bann gethan, und das Königreich beider Sicilien nach seinem ...
Conscription , s. Militairische Conscription i. d. Nachtr .
Consequent , a. d. Lat. bündig, übereinstimmend. Consequent schreiben , so schreiben, daß jeder Gedanke mit dem andern in der vollkommensten Verbindung und Harmonie steht. Consequent handeln , in seinen Handlungen überall mit sich selbst übereinstimmen, sich gleich bleiben.
Conservatorien sind gewisse in Italien errichtete Sing- und Musik-Schulen, auch Hospitäler genannt, wo die Kinder nicht nur – nach Art der Hospitäler – Kleidung und Unterhalt, sondern auch haupsächlich Unterricht in der Musik, und dadurch so oft Gelegenheit bekommen, sich auszuzeichnen ...
Constantin , der erste unter den Römischen Kaisern, der sich zur christlichen Religion bekannte, und sie dadurch zur allgemeinen Staatsreligion erhob. Dieser Schritt, an welchem wahrscheinlich nicht bloß Politik und verzweifelte Lage des Augenblicks, sondern auch Erziehung und lange Bekanntschaft mit ...
Constantinopel , die Hauptstadt des Türkischen Reichs, und die Residenz des Kaisers. Sie liegt noch auf der Europäischen Seite an der Meerenge, durch welche Europa von Asien abgesondert, und das schwarze Meer mit dem Mittelländischen Meere verbunden wird. Constantinopel giebt fast ...
*Constantinopel : über die Revolution, welche in den letzten Zeiten auch hier ausgebrochen, s. m. d. Art. Türkei in den Nachtr .
*Consul : Am Ende dieses Artikels ist hinzuzusetzen: vorzüglich muß er Streitigkeiten unter Kaufleuten seiner Nation an dem Orte seines Aufenthalts entscheiden, sie vertheidigen, Geschäfte für sie abschließen, über den Handelszustand an seine Regierung berichten etc. Er bekommt auch, außer seinem ...
* Contingent – In der 6. Zeile dieses Art. muß es statt: der Matrikel – heißen: dem Reichsschluß von 1681. – Uebrigens sehe man überhaupt noch über diesen Gegenstand den Artikel Reichs-Armee .
Contraband (a. d. Ital.) heißt alles, was einem Verbote wegen Einfuhr fremder Waaren zuwider ist. Es wird dies von denjenigen Waaren gebraucht, welche in einem Lande ein- oder auszuführen verboten sind. Die Beweggründe zu einem solchen Verbote wegen der Einfuhr ...
Contumaz , s. Quarantaine i. d. Nachtr .
Conversation – Ein Wort, das an der Spitze dieses Werks steht, fordert wohl billig auch eine kurze Erklärung. Conversation heißt überhaupt der Umgang, der Verkehr, die Unterhaltung mehrerer Personen mit und unter einander. Daher denn auch derjenige Ton, welcher in solchen ...
Convex , a. d. Lat. kugelförmig erhaben. Vergl. Concav .
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1799 schreibt Novalis seinen Heinrich von Ofterdingen und schafft mit der blauen Blume, nach der der Jüngling sich sehnt, das Symbol einer der wirkungsmächtigsten Epochen unseres Kulturkreises. Ricarda Huch wird dazu viel später bemerken: »Die blaue Blume ist aber das, was jeder sucht, ohne es selbst zu wissen, nenne man es nun Gott, Ewigkeit oder Liebe.« Diese und fünf weitere große Erzählungen der Frühromantik hat Michael Holzinger für diese Leseausgabe ausgewählt.
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