Linoxyn

[392] Linoxyn. Setzt man Leinöl der Luft aus, so absorbiert es leicht Sauerstoff, und wenn es in dünnen Schichten auf einer großen Oberfläche ausgebreitet ist, so trocknet es zu einer neutralen, in Aether unlöslichen Substanz, dem Linoxyn. Seine Natur ist bis jetzt noch nicht mit Sicherheit festgestellt.

Aufgeschlossenes Linoxyn, das neuerdings in flüssigem Zustande auf den Markt gekommen ist, ist nach H. Griff [1], im Gegensatz zu festem Linoxyn, ein in Alkohol und vielen anderen Lösungsmitteln löslicher glyzerinfreier Fettsäureester bezw. anhydridartiger Stoff. Es verseift sich leicht mit konzentrierten Laugen und gibt recht dunkle, aber gut schäumende Seifen von Schmierseifenkonsistenz. Die auf kaltem Wege hergestellte Natronseife läßt sich zu 20% als löslichkeitsverbessernder Zusatz zu Kernseifen verwenden.


Literatur: [1] Seifens.-Ztg. 1915, Nr. 44; Seifenfabrikant 1916, S. 396.

Deite.

Quelle:
Lueger, Otto: Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, Bd. 1 Stuttgart, Leipzig 1920., S. 392-393.
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