Agnus Dēi

[174] Agnus Dēi (lat., »Lamm Gottes«), Benennung Jesu Christi nach Joh. 1,29; in der katholischen Liturgie ein Gebet, das vom Priester während der Messe kurz vor der Kommunion gesprochen wird, besteht in dreimaliger Wiederholung der Worte: »A. D., qui tollis peccata mundi, miserere nobis« (»O Lamm Gottes, welches du die Sünden der Welt hinwegnimmst, erbarme dich unser!«), das letzte Mal mit den Schlußworten: »da nobis pacem« (»gib uns Frieden«). Es bildet in der musikalischen Messe den letzten (sechsten) Satz. Außerdem heißen A. D. auch die aus den Überbleibseln der Osterkerzen in Rom verfertigten Lamm bilder, die der Papst im ersten Jahre seiner Regierung und sodann alle sieben Jahre um Ostern weiht und verteilt. Überhaupt ist A. D. das als Symbol Christi gewöhnlich mit der Siegesfahne versehene Bild des Lammes auf Fahnen, Medaillen etc.

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 1. Leipzig 1905, S. 174.
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