Batu [2]

[450] Batu, Mongolenchan, Sohn Dschudschis und Enkel Dschengis-Chans, erhielt 1224 das »Kiptschak«, d. h. die Länder im N. vom Kaspischen Meer, machte mit seinen Mongolen, unterjochten Türken und Turkmenen 1237–41 einen verheerenden Eroberungszug durch Nordrußland, wo er Räsan (21. Dez. 1237), Moskau, Susdal, Wladimir (14. Febr. 1238), Rostom, Jaroslawl und Twer verwüstete, zog nach Südrußland (Kiew, 6. Dez. 1240), Polen (Sandomir, 13. Febr. 1241) und Ungarn (März 1241), kehrte aber nach der von Paidar (Peta) gewonnenen Schlacht bei Liegnitz 9. April 1241 auf die Nachricht von dem am 11. Dez. 1241 zu Karakorum erfolgten Tode des Großchans Ogotai im Frühjahr 1242 aus Ungarn heim. B. starb 1256 in seiner Hauptstadt Serai an der Wolga; Großchan der »Goldenen Horde« wurde Sartak, dessen Familie bis 1359 im westlichen Kiptschak herrschte. Vgl. Strakosch-Graßmann, Der Einfall der Mongolen in Mitteleuropa in den Jahren 1241 und 1242 (Innsbr. 1893).

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 2. Leipzig 1905, S. 450.
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